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Der Trend zu mehr Nachhaltigkeit in Unternehmen ist ungebrochen. Auch vor der Handwerks-, Logistik- und Baubranche sowie vor dem produzierenden Gewerbe macht der Trend nicht Halt. Die Kunden, aber auch Angestellte und Bewerbende legen zunehmend Wert auf Unternehmen, in denen ökologisches Handeln fester Bestandteil der Unternehmenskultur ist. Es lohnt sich also inzwischen für jedes Unternehmen, ein Nachhaltigkeitskonzept zu entwickeln und zu etablieren. Lesen Sie hier, wie Sie umweltfreundliche Produktionsprozesse mit wirtschaftlicher Unternehmensführung vereinen können.

Warum ist nachhaltiges Wirtschaften wichtig?

Vor allem die junge Generation legt heute grossen Wert auf Umweltschutz und einen sparsamen Umgang mit Ressourcen. Nachhaltigkeit im Unternehmen ist also nicht nur aus ideellen Gründen wichtig, sondern auch ein wichtiges Thema im Employer-Branding, um junge Nachwuchstalente anzuziehen.

Auf der anderen Seite kaufen viele Kundinnen und Kunden mittlerweile lieber bei Unternehmen ein, die nachhaltig produzieren und einen möglichst kleinen ökologischen Fussabdruck hinterlassen. Besonders in energieintensiven Bereichen wie der Produktproduktion und auch der Logistik sind umweltfreundliche Strategien deshalb gerade sehr gefragt: Das kommt nicht nur bei Kunden und Mitarbeitenden gut an, sondern hilft im Unternehmen auch, Kosten zu sparen.

Massnahmen für mehr Nachhaltigkeit in Produktion und Logistik

Wollen Sie Ihre Produktionsprozesse nachhaltiger gestalten, stehen Ihnen dazu verschiedene Möglichkeiten offen: Hierzu zählen grundlegende Aspekte wie umweltfreundliche Strom- und Heizwärmeerzeugung sowie die Verwendung energieeffizienter Maschinen und Geräte. Aber auch Produktion, Lagerung und Transport lassen sich nachhaltig optimieren:

  • Versuchen Sie, fossile Brennstoffe zu reduzieren und stattdessen auf erneuerbare Energien umzusteigen. Dazu können Sie Ökostrom beziehen, oder Sie erzeugen Ihren Strom selbst, indem Sie beispielsweise eine Photovoltaikanlage installieren.
  • Setzen Sie möglichst nachwachsende oder recyclebare Rohstoffe ein – idealerweise regionaler Herkunft. Achten Sie dabei immer auf die Gesamtökobilanz: Manchmal kann ein Kunststoff umweltfreundlicher sein als beispielsweise Baumwolle, für die in der Herstellung grosse Mengen Wasser verbraucht werden.
  • Vermeiden Sie unnötigen Verpackungsabfall, indem Sie auf überwiegend nachhaltige, biologisch abbaubare und platzsparende Verpackungsmaterialien setzen. Inzwischen gibt es zahlreiche Alternativen zu Plastik auf dem Markt – zum Beispiel Bambus oder Stroh.
  • Im Lager kommt es vor allem auf eine platzsparende, effiziente Lagerung an. Dazu benötigen Sie Aufbewahrungsmöglichkeiten, mit denen Sie den Stauraum optimal ausnutzen können. Wählen Sie ausserdem möglichst energiefreundliche Fördertechnik.
  • Arbeiten Sie mit ebenfalls nachhaltig agierenden Dienstleistern, Herstellern und Lieferanten zusammen.
  • Den Aussentransport Ihrer Waren optimieren Sie beispielsweise durch elektrisch betriebene Fahrzeuge. Ausserdem können Sie Fahrer im kraftstoffsparenden Fahren schulen lassen. Achten Sie auch auf eine effiziente Auslastung der Fahrzeuge.
  • Planen Sie den Herstellungsprozess neuer Produkte von Anfang an nachhaltig und umweltfreundlich.

Das heisst nun aber nicht, dass sie Ihre gesamte Produktion, Unternehmensstruktur oder ihr Bezugsquellen auf einmal umstellen müssen: Bereits jeder einzelne Schritt verbessert die Ökobilanz Ihres Unternehmens. Denken Sie dennoch ganzheitlich und seien Sie transparent, was den Nachhaltigkeitsstatus Ihrer Produkte betrifft. Achten Sie beispielsweise auch darauf, Ihr Werbematerial klimafreundlich herzustellen. So sind Ihre Bemühungen auch nach aussen hin konsequent.

Unternehmerische Nachhaltigkeit im Betriebsalltag

Der Begriff der nachhaltigen Unternehmensführung zielt nicht nur auf die umweltfreundliche Gestaltung der Produktion und der Lieferkette ab, sondern meint auch Einrichtungen wie das Bereitstellen von klimafreundlich produzierten Arbeitsmitteln und Geräten sowie ökologischer Arbeitskleidung.

Auch eine umweltfreundliche Unternehmensphilosophie, die mit entsprechenden Regeln und Voraussetzungen dafür sorgt, dass sich alle Mitarbeiter bei ihrer täglichen Arbeit umweltbewusst verhalten, kann zur unternehmerischen Nachhaltigkeit beitragen. Die Möglichkeiten dazu sind vielfältig:

Papierloses Büro

Dank der Digitalisierung wird es immer einfacher, die Verwaltung Ihres Betriebes papierfrei und somit umweltfreundlicher zu gestalten. Ob Werbung, Kundenkommunikation oder Buchhaltung – viele dieser Prozesse lassen sich gänzlich digital bewerkstelligen. Immer mehr Unternehmen verzichten deshalb auf Ausdrucke auf Papier. Wo es doch einmal gebraucht wird, nutzen Sie am besten umweltfreundliches Recyclingpapier. Am Drucker sollte doppelseitiger Druck die Standardeinstellung sein.

Ein Grossteil der inner- und ausserbetrieblichen Kommunikation lässt sich per E-Mail bewerkstelligen. Doch auch diese hinterlässt einen ökologischen Fussabdruck. Zwar werden nur 10 g CO2 pro Mail verbraucht. Doch weil es kostenlos und weniger aufwendig ist, versenden viele Menschen mehr E-Mails als nötig. Besser ist es, die Informationen gesammelt in einer Mail zu verschicken. Verzichten Sie auf E-Mails, die nur einen Satz oder ein „Danke“ enthalten, wann immer es möglich ist.

Umweltfreundliche Kantine und Kaffeeküche

Auch die Verpflegung des Personals kann klimaneutral erfolgen. In der Kaffeeküche können zum Beispiel Fair-Trade-Kaffee, Biomilch und Milchalternativen sowie regionales Obst angeboten werden. Spezielle Aufbereiter filtern das Leitungswasser oder versetzen es auf Wunsch mit Kohlensäure, sodass kein kostenintensives Flaschenwasser mehr nötig ist. Verfügt das Unternehmen über eine eigene Kantine, kann diese auf regionale und biologisch erzeugte Lebensmittel umgestellt werden. Eine weitere Möglichkeit ist, einen vegetarischen Tag einzuführen oder die Mahlzeiten insgesamt vegetarisch bzw. vegan zu gestalten.

Mobilität

Für Meetings in anderen Städten oder Ländern wird oft geflogen. Wer Nachhaltigkeit im Betrieb etablieren möchte, kann hier leicht ansetzen. Viele Besprechungen lassen sich auch online per Videomeeting durchführen. Das ist nicht nur umweltfreundlicher, sondern spart Zeit und Kosten. Sind Dienstreisen unerlässlich, steigen Sie am besten auf den Zug um, und fliegen Sie nur, wenn es unbedingt nötig ist.

Für kürzere Strecken, beispielsweise den Weg zur Arbeit oder zu Kundenterminen, können Sie auf folgende Massnahmen setzen:

  • Statten Sie Ihre Mitarbeiter mit Jobtickets für den öffentlichen Nahverkehr aus.
  • Nutzen Sie Carsharing-Anbieter – einige grosse Unternehmen haben sogar einen firmeneigenen Carsharing-Dienst etabliert.
  • Es muss nicht immer das Auto sein: Bieten Sie Ihren Mitarbeitern Dienstvelos statt Dienstwagen an. Für den Transport schwererer Güter eignen sich auch Lastenräder.

Abfalltrennung

Dem Umgang mit Abfällen kommt eine besondere Bedeutung zu, wenn Sie ökologische Nachhaltigkeit in Ihrem Unternehmen etablieren wollen. Trennen Sie Hausabfall, Kompost sowie Papier und Karton voneinander – beschriftete Abfallbehälter helfen, die richtige Abfalltrennung einzuhalten. Informieren Sie sich auch darüber, wie Sie Gewerbemüll richtig entsorgen.

Nachhaltigkeit im Unternehmen – das sind die Vor- und Nachteile

Nachhaltige Prozesse und Verhaltensweisen im Unternehmen zu etablieren, ist nicht immer einfach, bietet bei erfolgreicher Umsetzung jedoch viele Vorteile – vor allem für Ihre Mitarbeiter und die Umwelt. Doch die Umsetzung von nachhaltigen Unternehmensprozessen ist gerade in der Produktions- und Logistikbranche nicht immer einfach. Vor jeder neuen Prozessoptimierung kann eine Kosten-Nutzen-Analyse dafür sorgen, dass sie einen Überblick über die geplanten Änderungen gewinnen und Schwachstellen schon vorab erkennen:

VorteileNachteile
– viele Kunden kaufen lieber von nachhaltigen Unternehmen > stärkere Kundenbindung

– künftige Mitarbeiter legen Wert auf Umweltfreundlichkeit > positives Employer-Branding

– der ökologische Fussabdruck des Unternehmens wird verringert

– nachhaltige Unternehmen sind generell auf Langlebigkeit ausgerichtet

– mit nachhaltigen Technologien wie Ökostrom oder Photovoltaik wird sich zukünftig Geld einsparen lassen
– grösserer Planungs- und Rechercheaufwand

– höhere Produktions- und Logistikkosten

– keine reine Gewinnorientierung, sondern Kompromiss aus Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit

– nicht alle Produktionsprozesse lassen sich umweltfreundlich gestalten

– Nachhaltigkeit muss Kundschaft und Personal glaubhaft gemacht werden, Transparenz ist erforderlich

Schritt für Schritt zur Nachhaltigkeitsstrategie für Ihr Unternehmen

Wer ökologisch handelt, verbessert meist auch die soziale Nachhaltigkeit im Unternehmen. Denn umweltfreundliche Produktionsprozesse, bei denen regionale oder Fair-Trade-Rohstoffe verwendet werden, vermeiden beispielsweise die Ausbeutung von Arbeitskräften in den Ursprungsländern. Für den gesellschaftlichen Aspekt können Sie aber auch ein eigenes Konzept entwickeln. Achten Sie jedoch darauf, dass Ihre Nachhaltigkeitsstrategie mit den wirtschaftlichen Zielen des Betriebs zusammenpasst. Ein professioneller Nachhaltigkeitsmanager kann vor allem bei grösseren Veränderungen zu mehr Nachhaltigkeit im Unternehmen dafür sorgen, dass die Optimierungen gründlich geplant, gut umgesetzt und überwacht werden.

FAQ zu Nachhaltigkeit im Unternehmen

Warum ist nachhaltiges Wirtschaften wichtig?

Vor allem die junge Generation legt heute grossen Wert auf Umweltschutz und einen sparsamen Umgang mit Ressourcen. Nachhaltigkeit im Unternehmen ist also nicht nur aus ideellen Gründen wichtig, sondern auch ein wichtiges Thema im Employer-Branding, um junge Nachwuchstalente anzuziehen.

Auf der anderen Seite kaufen viele Kundinnen und Kunden mittlerweile lieber bei Unternehmen ein, die nachhaltig produzieren und einen möglichst kleinen ökologischen Fussabdruck hinterlassen. Besonders in energieintensiven Bereichen wie der Produktproduktion und auch der Logistik sind umweltfreundliche Strategien deshalb gerade sehr gefragt: Das kommt nicht nur bei Kunden und Mitarbeitenden gut an, sondern hilft im Unternehmen auch, Kosten zu sparen.

Welche Massnahmen fördern mehr Nachhaltigkeit im Betrieb?


– fossile Brennstoffe reduzieren
– Ökostrom beziehen
– möglichst nachwachsende oder recyclebare Rohstoffe einsetzen
– Verpackungsabfall vermeiden
– mit nachhaltig agierenden Dienstleistern, Herstellern und Lieferanten zusammenarbeiten
– elektrisch betriebene Fahrzeuge einsetzen
– effiziente Auslastung der Fahrzeuge.
– Herstellungsprozess neuer Produkte von Anfang an nachhaltig und umweltfreundlich gestalten

Welche Vor- und Nachteile hat nachhaltiges Wirtschaften im Betrieb?

Vorteile:
–          viele Kunden kaufen lieber von nachhaltigen Unternehmen > stärkere Kundenbindung
–          künftige Mitarbeiter legen Wert auf Umweltfreundlichkeit > positives Employer-Branding
–          der ökologische Fussabdruck des Unternehmens wird verringert
–          nachhaltige Unternehmen sind generell auf Langlebigkeit ausgerichtet
–          mit nachhaltigen Technologien wie Ökostrom oder Photovoltaik wird sich zukünftig Geld einsparen lassen

Nachteile:
–          grösserer Planungs- und Rechercheaufwand
–          höhere Produktions- und Logistikkosten
–          keine reine Gewinnorientierung, sondern Kompromiss aus Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit
–          nicht alle Produktionsprozesse lassen sich umweltfreundlich gestalten
–          Nachhaltigkeit muss Kundschaft und Personal glaubhaft gemacht werden, Transparenz ist erforderlich

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