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Durch eine systematische Werkzeuginstandhaltung erhöhen Sie nicht nur die Lebensdauer Ihrer Werkzeuge und Maschinen, sondern beugen auch Störfällen in der Fertigung und damit Produktionsausfällen vor. Hier lesen Sie, wie Sie Ihre Werkzeuge mit einfachen Massnahmen instand halten, angefangen bei der sachgemässen Werkzeugaufbewahrung über die regelmässige Kontrolle, -reinigung und -reparatur bis hin zur Werkzeugpflege.

Werkzeuginstandhaltung: Werkzeuge sachgerecht aufbewahren

Werden Werkzeuge nicht richtig gelagert, nutzen sie sich schneller ab und werden anfälliger für Rost und andere Schäden. Bewahren Sie Ihre Gerätschaften deshalb stets ordentlich und sicher auf:

Ordnen Sie die Werkzeuge nach Einsatzbereich, Art und Grösse und sorgen Sie für angemessene Aufbewahrungssysteme wie Werkzeugkoffer und -kisten, Werkstattschränke, Montagewagen und Lochwände. Achten Sie bei der Werkzeug-Aufbewahrung auch darauf, dass Sie rostanfällige Werkzeuge vorbeugend nicht offen an der Luft lagern. Der Kontakt mit Luft und Luftfeuchte fördert hier die Korrosion.

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Werkzeugkontrolle: Werkzeug regelmässig inspizieren

Wird ein bereits beschädigtes Werkzeug weiterhin eingesetzt, kann sich der Schaden ausweiten und zu schlechten Arbeitsergebnissen führen. Ein wesentlicher Bestandteil der Werkzeuginstandhaltung ist daher die Werkzeugkontrolle. Untersuchen Sie Ihre Werkzeuge vor und nach jeder Benutzung auf eventuelle Mängel.

Darüber hinaus sollten Sie auch eine regelmässige Werkzeuginspektion einplanen. Vergessen Sie dabei auch Instrumente und Maschinen nicht, die weniger häufig in Gebrauch sind. Überprüfen Sie die Geräte bei der Kontrolle auf Vollständigkeit, auf Rost und andere offensichtliche Schäden. Achten Sie besonders auf Risse in Gehäusen aus Kunststoff und Kabelbrüche. Um abgenutzte Dichtungen und defekte Antriebe zu erkennen, führen Sie eine Funktionskontrolle durch und zerlegen Sie das Werkzeug nötigenfalls zum Prüfen einzelner Bestandteile.

Stellen Sie Schwachstellen oder Beschädigungen fest, dann legen Sie das schadhafte Gerät für die Werkzeug-Wartung und Werkzeug-Reparatur beiseite. Bedenken Sie, aussortierte Werkzeuge deutlich sichtbar zu kennzeichnen bzw. sie an einem eigens für die Reparatur vorgesehenen Ort aufzubewahren.

Werkzeugreinigung: Werkzeuge richtig sauber machen

Ablagerungen, Werkstoffrückstände, Wasser und Schweiss können Werkzeuge durch Korrosion beschädigen oder bereits vorhandene Beschädigungen verdecken. Das vermeiden Sie, indem Sie Ihre Instrumente nach jedem Einsatz von grobem Schmutz befreien und anschliessend gründlich putzen. Nutzen Sie eine Bürste und anschliessend ein trockenes Tuch, um das Werkzeug zu reinigen. Wenn das Werkzeug mit Öl oder Schmierfett benetzt ist, waschen Sie es in Seifenlauge. Anschliessend trocknen Sie es sorgfältig ab.

Einige Werkzeugmaschinen sollten nur mit speziellen Reinigungsmitteln behandelt werden. Informieren Sie sich darüber in den Unterlagen, die der Hersteller mit dem Werkzeug ausliefert.

Werkzeuginstandsetzung: Schadhafte Werkzeuge reparieren oder austauschen

Wenn notwendige Geräte und Maschinen funktionsunfähig sind, können Arbeiten nicht ausgeführt werden. Im schlimmsten Fall stagniert die Fertigung und Aufträge bleiben unerfüllt. Die Reparatur solcher Werkzeuge sollten Sie demnach zügig durchführen.

Tauschen Sie alltägliche Verschleissteile wie Dichtungen selbst aus. Wenn darüber hinaus Reparaturen anfallen, zum Beispiel Gehäuse, Kabel oder Schneidplatten ersetzt werden müssen, informieren Sie sich zunächst darüber, ob der Hersteller Original-Ersatzteile empfiehlt und anbietet. Wenn Sie Ihr Werkzeug nicht selbst reparieren können, nehmen Sie Kontakt mit einem Reparaturservice auf. Beachten Sie, dass einige Maschinen nur durch autorisierte Werkstätten gewartet werden dürfen.

Werkzeugpflege: Werkzeug schmieren und ölen

Werkzeug immer richtig zu pflegen ist eine vorbeugende Massnahme der Instandhaltung. Mit der richtigen Pflege wirken Sie Korrosion, Bruch und weiteren häufig auftretenden Schäden entgegen und erhalten Ihr Werkzeug in einem guten, gebrauchsfähigen Zustand. Schützen Sie Handwerkszeug aus Eisen oder Stahl, indem Sie es mit Werkzeugöl, Wachs oder speziellen Pasten gegen Rost behandeln. Schmieren Sie regelmässig Maschinenteile und füllen Sie Hydrauliköl nach.

Die Werkzeuginstandhaltung planen

Wenn ein Betrieb wächst, wird auch die Werkzeuginstandhaltung eine immer grössere Aufgabe. Damit Sie nicht vernachlässigt wird, sollten Sie sich rechtzeitig Gedanken über ein Konzept machen. Dadurch erhöhen Sie auch die Qualität der Instandhaltungsarbeiten.

Erarbeiten Sie gemeinsam mit Ihren Mitarbeitern und Kollegen eine Strategie und legen Sie Verantwortlichkeiten für jeden Bereich fest. Planen Sie dabei gezielt jeden einzelnen Schritt der Werkzeuginstandhaltung und Wartung. Bestimmen Sie dazu auch die zeitlichen Abstände für die Inspektion.

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